Kontinuierliche Apomorphin Pumpen Therapie

Patienten, die bei der Einstellungsphase zwar mit einer guten „On“-Reaktion ansprechen, aber mit intermittierenden Injektionen insgesamt noch keine zufriedenstellende Kontrolle der Symptome erreichen oder viele und häufige Injektionen (mehr als 10 pro Tag) benötigen, können nach folgendem Schema mittels einer Minipumpe und/oder Spritzenpumpe auf die subkutane Dauerinfusion ein- oder umgestellt werden.1

 

Was kontinuierliche Infusion bedeutet

Aufgrund der Blut-Hirn-Schranke kommt es bei oralen Behandlungen zu einer pulsatilen Stimulation und dadurch zu Schwankungen im Plasmaspiegel. Die kontinuierliche Infusion von Medikamenten ist der schnellste und effizienteste Weg um ein Arzneimittel anzuwenden und gewährleistet konstante Kontrolle. Die Schwierigkeiten der Aufnahme von oral eingenommenen Medikamenten wird dadurch vermieden.2 

Durch die kontinuierliche Infusion wird Apomorphin konstant verabreicht. Die kontinuierliche dopaminerge Stimulation (CDS) funktioniert beinahe so wie das Gehirn arbeitet, durch ständige Stimulation der Rezeptoren. Die kurze und extrem feine Nadel eines Infusionssets wird im subkutanen Unterhautfettgewebe des Bauches direkt unter die Haut platziert. Das Infusionsset ist mit einer kleinen tragbaren Minipumpe oder einem Spritzentreiber verbunden.

Pumpentherapie

Die Pumpe ist einfach in der Handhabung und Programmierung und Sie werden eingeschult wie die Pumpe zu verwenden ist. Für die meisten Patienten kann ein vollständiges Tagesprofil erstellt werden. Das ermöglicht Patienten die Pumpe lediglich einmal während des Tages in der Früh vorzubereiten zu müssen (oder von Angehörigen oder Betreuern vorberietet zubekommen). Damit können Patienten dazu übergehen ihren täglichen Aktivitäten nachzugehen, ohne nach strengen Zeitplänen leben zu müssen.

Beispiele:

 

1 Gebrauchsinformation Dacepton®® 10mg/ml Ampulle, Dacepton®® 5mg/ml Infusionslösung in einer Durchstechflasche, in derzeit gültiger Version
2 Baldessarini RJ, Arana GW, Kula NS, Campell A, Harding M. Preclinical studies of the pharmacology of apomorphine: In: Gessa GL, Corsini GU, eds. Apomorphine and other dopaminomimetics. Vol 1, Basic pharmacology. New York: Raven Press, 1981:219-28.