Stadien der Parkinson-Erkrankung

Die Stadien der Parkinson-Erkrankung repräsentieren den Schweregrad der motorischen Symptome und wie sehr die täglichen Aktivitäten der betroffenen Person eingeschränkt sind. Die meist verbreiteten Bewertungsskalen konzentrieren sich auf motorische Symptome, aber neuere Skalen beinhalten auch Informationen über nicht-motorische Symptome (z.B. mentale Einschränkungen, Geruchssinn).

Die Hoehn und Yahr Skala bewertet die Symptome von 1-5. Auf dieser Skala, abhängig von den Schwierigkeiten der betroffenen Person, repräsentieren 1 und 2 das Frühstadium, 4 und 5 das fortgeschrittene Stadium der Parkinson-Erkrankung.

Eine weitere übliche Skala ist die United Parkinson's Disease Rating Scale (UPDRS) um das Fortschreiten der Parkinson-Erkrankung zu bewerten. Diese konzentriert sich auf die motorischen Symptome. Zusätzlich berücksichtigt sie aber auch kognitive Beschwerden, die Fähigkeit Dinge des Alltags zu meistern sowie Beschwerden der Behandlung.

Frühe Parkinson-Erkrankung

Motorische Symptome können unangenehm sein, betreffen aber nicht die Fähigkeit tägliche Aktivitäten auszuüben.

Fortgeschrittene Parkinson-Erkrankung

Motorische Symptome treten beidseitig auf und die Bewegungen sind verlangsamt. Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht und der Koordination können auftreten. Bewegungsabläufe wirken wie erstarrt ("freezing"). Die Symptome können schnell und unvorhergesehen auftreten, ähnlich wie das Ein- und Ausschalten des Lichtes anhand eines Lichtschalters ("on/off"). Trotz der verordneten Medikamente wird der therapeutische Effekt zwischen den regulären Einnahmezeitpunkten zunehmend kürzer ("wearing off").

Spätstadium der Parkinson-Erkrankung

Dieses Stadium wird durch große Schwierigkeiten dominiert aufzustehen oder zu gehen. Der Patient ist unter Umständen nicht in der Lage alleine zu leben und Hilfestellung ist notwendig um tägliche Aktivitäten des Alltags auszuüben. Kognitive Schwierigkeiten treten auf und können Halluzinationen oder Wahrnehmungsstörungen beinhalten.
Die sonst positiven Effekte der oralen Medikamente werden unvorhersehbar und die motorischen Störungen können nicht ausreichend unter Kontrolle gebracht werden. Andere Therapieoptionen wie die kontinuierliche dopaminerge Medikamentenabgab oder Stimulierung sollten in Betracht gezogen werden.